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Die Fachzeitschrift für alle Taijiquan- und Qigong-Praktizierenden

Aktuell

 

Tuishou-Treffen im Norden
Im Norden Deutschlands mehren sich die Tuishou-Aktivitäten. Bereits seit einigen Jahren gibt es monatliches Tuishou-Treffen in Hamburg, und seit über einem Jahr auch ein eigenes Treffen für Frauen.
Mittlerweile kommen auch in Kiel Taiji-SpielerInnen zusammen, um miteinander zu pushen. Sie treffen sich in der Regel abends am zweiten Freitag im Monat von 20 Uhr an. Die InitiatorInnen dieses Treffens sind Gudrun Gerbstedt und Dietrich Mucha vom Wushu Verein Kiel.
Neu ist ein Tuishou-Treffen in Flensburg. Dr. Christian Dewanger von der Taiji und Qigong Schule Einklang hat dieses Treffen mitgegründet. Es findet alle vier bis sechs Wochen sonntags von 10 bis 13 Uhr in den Räumen des Flensburger Budo Clubs statt. Vor dem freien Tuishou gibt es Übungen, die von verschiedenen TeilnehmerInnen des Treffens geleitet werden.
Alle Treffen sind offen für alle Interessierte, ob AnfängerInnen oder Fortgeschrittene.

Info:
Hamburg: Carola Pfeiffer
Fon +49/ 163 819 39 20
cvs@honc.de
www.cameladen.de

Kiel: Dietrich Mucha
dietrich.mucha@web.de

Flensburg: Dr. Christian Dewanger
christian@dewanger.de



Bezuschussung von Qigong- und Taijiquan-Kursen durch die Krankenkassen
Die Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Krankenkassen unter Beteiligung des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen definiert die Voraussetzungen, unter denen die Anerkennung als qualifizierteR AnbieterIn von Kursen möglich ist. Zur Zeit gelten Verabredungen, die nachzulesen sind in: »Gemeinsame und einheitliche Handlungsfelder und Kriterien der Spitzenverbände der Krankenkassen zur Umsetzung von §§ 20 und 20 a SGB V vom 21. Juni 2000 in der Fassung vom 2. Juni 2008«.

Dieser »Handlungsleitfaden« beschreibt in vier Handlungsfeldern unter anderem anerkannte Methoden und benennt die notwendigen Anbieterqualifikationen. Taijiquan und Qigong sind mit Yoga, Autogenem Training und Progressiver Muskelentspannung dem Handlungsfeld »Stressreduktion/Entspannung« zugeordnet und hier dem Bereich Entspannung.

Anbieterqualifikationen:
In der Regel werden Antragstellende anerkannt, wenn eine staatlich anerkannte Ausbildung in einem Gesundheits- oder Sozialberuf vorliegt und eine qualifizierte Ausbildung in Taijiquan bzw. Qigong erfolgreich absolviert wurde.

Bei den anderen in diesem Handlungsfeld gelisteten Verfahren gelten sehr viel enger gefasste berufliche Grundqualifikationen. Insofern haben sich die Krankenkassen an dem vorhandenen Anbieterprofil im Bereich Yoga, Taijiquan und Qigong orientiert, ohne jedoch letztlich die Sparte Gesundheits- oder Sozialberuf zu verlassen. Viel Wert wird auf eine staatlich anerkannte Ausbildung in den genannten Bereichen gelegt. Bei der Prüfung der beruflichen Grundqualifikation nutzen die Krankenkassen eine Auflistung, die unter www.berufenet.de zu finden ist.

Eine qualifizierte Ausbildung im Taijiquan bzw. im Qigong – dies gilt seit Juni 2008 – liegt dann vor, wenn sie mindestens 300 Stunden umfasst.Weitere Kriterien sind bis jetzt nicht festgelegt.

Was kommt Neues?
Der Handlungsleitfaden wird immer wieder einer Revision unterzogen und so auch zur Zeit. Die Beratungen beim Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen in Berlin sind noch nicht abgeschlossen und es wird sehr wahrscheinlich auch noch dauern, bis endgültige Regelungen verabschiedet werden.

Für alle, die jetzt eine Ausbildung in Taijiquan oder Qigong konzipieren bzw. für alle, die sich für eine Ausbildung entscheiden wollen, könnte es wichtig sein zu wissen, was diskutiert wird. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass – nach meiner Erfahrung – die Anerkennung durch die Krankenkassen nicht das wichtigste Kriterium für die Amortisierung der Ausbildungskosten ist. Die Qualität der Ausbildung und die dann folgende Qualität des gegebenen Unterrichts entscheiden viel stärker darüber, ob Angebote nachgefragt werden.
Es wird diskutiert, ob der Begriff Stunden unmissverständlich definiert wird, etwa als 300 Unterrichtsstunden zu 45 Minuten.

Weiterhin wird diskutiert, ob die Ausbildungszeit mindestens zwei Jahre umfassen muss.
Außerdem besteht die Möglichkeit, dass »RKT-Qigong – Training der Erholungsfähigkeit« als Verfahren anerkannt und im Handlungsleitfaden aufgenommen wird. Informationen hierzu gibt es unter www.rkt-qigong.info.

Spätestens zu den nächsten Deutschen Qigong-Tagen vom 24. bis 26. September 2010 in Halle sollten vom Spitzenverband der GKV Entscheidungen getroffen worden sein, über die dann zu berichten sein wird.

 

Dr. Johann Bölts
Leiter des PTCH
Projekt Traditionelle Chinesische Heilmethoden und Heilkonzepte
Center für Lebenslanges Lernen C3L
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
26111 Oldenburg
www.ptch/uni-oldenburg.de

 

Hilfsprojekte der WCTAG
Die World Chen Xiaowang Taijiquan Association Germany (WCTAG) unter der Leitung von Jan Silberstorff bietet nicht nur Unterricht im Chen-Stil an, sondern engagiert sich seit dem Tsunami 2004 auch in Hilfsprojekten. Da Jan Silberstorff schon seit vielen Jahren regelmäßig nach Sri Lanka fährt, wurde er unmittelbar mit den Folgen des Tsunamis konfrontiert und gründete ein Hilfsprojekt, das es Kindern ermöglicht eine Schule zu besuchen.
Später kamen Patenschaften für eine Mönchsschule auf Sri Lanka dazu und die WCTAG unterstützt außerdem eine Hilfsaktion von Chen Xiaowang, die den Aufbau eines Tempels und den Kampf gegen die Armut in Chenjiagou zum Ziel hat. Das neuste Projekt gilt den Straßenkindern in Salvador de Bahia, der drittgrößten Stadt Brasiliens.
Die WCTAG hat nun eine eigene Website online gestellt, die über die Hilfsprojekte informiert und über die es auch möglich ist, diese Projekte zu unterstützen. Natürlich kann auch ohne Internet gespendet werden.

Info:
WCTAG, Ulrike Kramer
Fon +49/ 176/ 23 12 99 60
info@wctag-hilft.de
www.wctag-hilft.de
Spendenkonto:
Nr 1251516579
BLZ 20050550, Hamburger Sparkasse
Aus dem Ausland:
IBAN: DE 09 2005 0550 1251516 579
BIC: HASPDEHH

Medizinisches Grundwissen bei der Qilin-Akademie
Die Qilin-Akademie, die Bildungsakademie des Taijiquan & Qigong Netzwerkes Deutschland, bietet eine umfangreiche Fortbildungsreihe »Medizinisches Grundlagenwissen aus Ost und West« an. Diese umfasst 15 Module (3 bis 4 Tage), die sich in drei Linien aufteilen zu den Themenbereichen »Innere Medizin und Notfallmedizin«, »Bewegungsapparat und Sportmedizin« und »Traditionelle Chinesiche Medizin«. Jede Linie umfasst fünf Module mit insgesamt 100 Unterrichtseinheiten. Das Curriculum entspricht in etwa dem, was in Deutschland PhysiotherapeutInnen in ihrer Ausbildung lernen, ist aber auf Menschen, die im Bereich »Bewegungskünste und Gesundheitssport« bereits unterrichten oder dieses beabsichtigen, zugeschnitten. Die ReferentInnen sind Dr. Petra Gerheuser, Kerstin Heppe, Dr. Josef Hummelsberger, Dr. Elke Kistner und Jan Safr.

Alle Module finden in Aschaffenburg (D) statt und können auch einzeln gebucht werden. Sie kosten zwischen 190 und 290 Euro. Die Qilin-Akademie bietet zudem Schlafsackübernachtungen im Übungsraum zu 10 Euro je Nacht an.

Info:
Qilin-Akademie, Gudrun Geibig
Tauberstr. 6
D-63741 Aschaffenburg
Fon 06021/ 42 12 03
info@qilin-akademie.org
www.qilin-akademie.org

Harvard findet Taijiquan gut
Die renommierte Harvard Universität in den USA hat im Mai in ihrer Publikation Harvard Women‘s Health Watch einen Bericht über Taijiquan veröffentlicht. Sie nennt Taijiquan nicht »meditation in motion«, sondern »medication in motion«. Neben einer kurzen Darstellung der Charakteristika des Taijiquan und Tipps für Beginner listet die Publikation zahlreiche positive gesundheitliche Wirkungen des Taijiquan bei verschiedenen Krankheiten auf wie Arthritis, Osteoporose, Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Parkinson und Schlaflosigkeit. Dabei beziehen sich die Autoren auf verschiedene Studien anderer Universitäten und Forschungseinrichtungen, die überwiegend 2008 veröffentlicht wurden.
Der Artikel ist auf der Website der Harvard Medical School lesbar, die komplette Mai-Ausgabe der Harvard Women‘s Health Watch kann für 5 $ als PDF gekauft werden.

Info:
https://www.health.harvard.edu/newsletters/Harvard_Womens_Health_Watch/2009/May/The-health-benefits-of-tai-chi

Neues Online-Magazin für innere Künste
Die German Neijiaquan Association (GNA) mit Sitz in Berlin gibt seit Februar das Online-Magazin »Neijia« heraus. Es ist in erster Linie eine Zeitschrift für die Mitglieder der GNA, die aber offen ist für alle an inneren (Kampf-)Künsten Interessierte. So können auch »Nicht-Mitglieder« Artikel beisteuern. Das Spektrum der Beiträge beinhaltet praktische Tipps und Theoretisches für die Übungspraxis, Medizinisches und Philosophisches wie einen Beitrag über die Jingang (Buddhas Krieger-Wächter). Daneben gibt es die üblichen Verbandsinterna wie Berichte und Ankündigungen von Workshops sowie die Vorstellung von Lehrenden und Mitgliedern.
Das »Neijia« erscheint in den Monaten Februar, Mai, August und November und ist für 3 Euro per E-Mail zu bestellen unter: info@neijia.de

Info:
German Neijiaquan Association, Mario Pestel
info@neijia.de
www.neijia.de

Daoismus im Internet
Yürgen Oster, Gründer der Dao-Akademie in Mainz, hat sich zum Ziel gesetzt, mehr Informationen über den Daoismus leicht zugänglich zu machen. Daher hat er begonnen in seinem Blog (Weblog = Logbuch im Internet) die englischsprachige Website des »Taoismus Information Centers« aus Hongkong zu übersetzen. Dort sind unter den Hauptrubriken »Allgemeine Darstellung des Daoismus«, »Der daoistische Glaube«, »Daoistische Schriften«, »Religiöse Handlungen und Rituale«, »Daoismus und die menschliche Zivilisation« und »Der Daoismus in der Gegenwart« mehrere hundert Beiträge zu finden und damit eine der umfangreichsten Darstellungen des Daoismus im Internet.
Für dieses ambitionierte Projekt sucht Yürgen Oster Unterstützung, sei es finanzieller Art oder auch die Bereitschaft, einzelne Texte zu übersetzen. Auch für andere Hilfen, welcher Art auch immer, ist Yürgen Oster offen.

Info:
Yürgen Oster
Fon +49/ 6131/ 622 69 10
mail@oster-dao.de
dao-blog.blogspot.com

 

Tuishou-Treffen für Frauen
In Hamburg gibt es seit kurzem ein monatliches stilübergreifendes Tuishou-Treffen nur für Frauen. Britta Kruth (Chen-Stil), Carola Pfeiffer (Ma Tsun Kuen-Stil) und Larissa Rohde (Wu-Stil), drei langjährige Taiji-Spielerinnen mit viel Erfahrung im Tuishou, haben sich zusammengefunden und wollen mit diesem Treffen mehr Frauen ermutigen, Erfahrungen im Tuishou zu machen. Das Üben wird nach festgelegten Spielregeln stattfinden, das gemeinsame Lernen und Ausprobieren der Taiji-Prinzipien steht dabei im Mittelpunkt.
Die Treffen finden im Came – Laden für innere und äußere Bewegung grundsätzlich jeden zweiten Sonntag im Monat von 14 bis 18 Uhr statt, die Teilnahme kostet fünf Euro. Jeden ersten Sonntag im Monat gibt es dort ein offenes Tuishou-Treffen für beide Geschlechter, ebenfalls am Nachmittag für fünf Euro.

Info:
CAME – Laden für innere und äußere Bewegung, Carola Pfeiffer
Holstenstraße 182
D-22765 Hamburg
Fon 0163/ 819 39 20
cvs@honc.de
www.cameladen.de//push/ph_frau.html

 

Chinas Traditionen im Internet
Es gibt zunehmend mehr Angebote für Qigong, Taijiquan und andere traditionelle Wege aus China im Internet. Dazu zählen nicht nur einzelne Schulen oder Vereine, sondern auch Portale, die einen umfassenden Überblick und Service anbieten. Ein solches Portal ist China Traditionen. Adressen, Seminare, Artikel, Videos, Podcasts und manches mehr können dort veröffentlicht werden. In der Regel ist ein Basiseintrag kostenfrei, umfangreiche Angebote sind hingegen kostenpflichtig. Das Portal beinhaltet nicht nur Qigong, Taijiquan und die Kampfkünste Chinas, sondern auch Reisen, China-Restaurants, Kunst und Kultur, Philosophie, Gesundheit, Zeitschriften, Wirtschaft und Politik.

Info:
China Traditionen
Heerstr. 55d
D-78628 Rottweil
Fon 0741/ 403 47 83
www.china-traditionen.de

 

Tai Chi & Qi Gong Pfad erhält neuen Betreiber
2005 entwickelte der »Förderverein Tai Chi & Qi Gong« in Amberg einen »Tai Chi & Qi Gong Pfad«. Zahlreiche Sponsoren aus Amberg und Umgebung unterstützten den Förderverein bei der Realisierung dieses Projektes. Der Pfad liegt in einem Wald im Naherholungsgebiet Mariahilfberg. In Anlehnung an die »Trimm-Dich-Pfade« wurden acht Stationen aufgebaut, an denen Tafeln insgesamt acht einfache Übungen aus dem Qigong und dem Taijiquan erläutern und zum Mitmachen anregen.
Im Juli 2008 löste sich der Förderverein auf und die Mitglieder traten dem Taijiquan & Qigong Netzwerk bei, das nun auch den Pfad betreut. Er soll in unveränderter Form weiterbestehen. Thomas Huber, Mitbegründer des Pfades und mittlerweile im Vorstand des Netzwerkes, freut sich, wenn die Idee eines Taiji/Qigong-Pfades sich weiter verbreitet, und steht für Fragen gerne zur Verfügung.

Info:
Taijiquan & Qigong Netzwerk Deutschland, Thomas Huber
Fon +49/ 9661/ 17 20 85
thomas@huber-bayern.de
www.foerderverein-tq.de/pfad.html