Heft 21, 3/2005
„Das Dao erreicht, wer Yin und Yang miteinander harmonisiert“
Die acht Trigramme und die 64 Hexagramme bezogen auf die schiebenden Hände
Von Jan Silberstorff
Aus der undifferenzierten Einheit des Wuji entstehen Yin und Yang und aus deren Interaktion die 10.000 Dinge. Diese Entwicklung wird detaillierter in den „vier Bildern“, den acht Trigrammen und den 64 Hexagrammen dargestellt. Die darin reflektierte Entstehungsgeschichte der Welt lässt sich auch in den Bildern der christlichen Mystik oder den Erkenntnissen der Physik wiederfinden. Jan Silberstorff entwirft in seinem Artikel aus dem Zusammenspiel von Yin und Yang Leitlinien für die Entwicklung im Tuishou, wo es im Wesentlichen darum geht, die eigene Energie und die des Gegenübers immer differenzierter wahrzunehmen und dann auch einzusetzen. Ob es bei einer Auseinandersetzung zu einem Kampf kommt oder schon beim ersten Kontakt klar ist, wer unterliegt, hängt in seinen Augen davon ab, wie groß bei den Kontrahenten der Unterschied in der Sensibilität für die energetischen Prozesse ist. Wer über unermüdliches Training letztlich zu einer vollkommenen Harmonie von Yin und Yang findet, tritt wieder in den Wuji-Zustand ein.
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