Heft 9, 3/2002
Qigong und Taijiquan als Weichmacher
für das Gehirn
Gedanken zur sensorischen Integration und zur
Anpassungsfähigkeit an das Wechselspiel des Lebens.
Von Christian Auerbach
Unsere Wahrnehmungsfähigkeit geht weit über die üblicherweise
genannten Sinne Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten hinaus
sowohl im Erfassen unserer Umgebung als auch in Bezug auf körperinterne
Vorgänge. Und dabei können Reize über verschiedene Empfangskanäle
gleichzeitig aufgenommen und verwertet werden. Christian Auerbach beschäftigt
sich intensiv mit diesen Vorgängen sowie der weiteren Verarbeitung
von Sinnesreizen durch das Nervensystem und das Gehirn. Dabei kommt er
über die Erkenntnisse des Neurobiologen Prof. Gerald Hüther
zu der Feststellung, dass Stressreaktionen eine zentrale Rolle für
die Entwicklung vielseitiger und komplexer Verbindungen im Gehirn spielen.
Um sie kreativ meistern zu können, ist es seiner Auffassung nach
hilfreich, sowohl Stabilität als auch den Umgang mit Neuem zu schulen,
wofür Taijiquan und Qigong reichlich Gelegenheit bieten.
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