Heft 8, 2/2002Bewegungskulturelle VielfaltZum Sinn und Unsinn einer Versportung des Taijiquan. In der Annäherung des Taijiquan an Wettkampfsport und Fitnesskultur zeigt sich seine Vereinnahmung durch gesellschaftliche Modernisierungstendenzen. Klaus Moegling analysiert die gegenwärtige Versportungstendenz im Taijiquan, durch die einerseits neue Möglichkeiten wie eine verbesserte Verbreitung über die Medien geschaffen, andererseits traditionelle und zum Teil für eine postmoderne Entwicklung wichtige Sinnbezüge des Taijiquan beeinträchtigt oder sogar zerstört werden. Er sieht das Wettkampfdenken als kontraproduktiv zum philosophisch begründeten Anliegen des Taijiquan. Klaus Moegling plädiert für einen mehrperspektivischen Weg, der das Taijiquan als Bewegungsmeditation, aber auch als sanften gesundheitsorientierten Fitnesssport nebeneinander existieren lässt. Seiner Eingliederung in das hochleistungssportliche |
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