Heft 7, 1/2002Taijiquan zwischen Tradition und BreitensportInterview mit Huang Kanghui In China wird Taijiquan im Gegensatz zu Europa in erster Linie als Sport betrachtet. Als Unterdisziplin der chinesischen Kampfkünste, des Wushu, wird es an Sporthochschulen unterrichtet. Huang Kanghui ist Assistenzprofessor an der Sporthochschule Beijing, wo er auch Ausländerinnen im Taijiquan unterrichtet. Im Interview mit Jürg Wiesendanger erläutert er, welche Ausbildungsmöglichkeiten dort für AusländerInnen bestehen und wie die derzeitige Entwicklung des Taijiquan in der Volksrepublik China verläuft. Von offiziellen Stellen werden vorwiegend die neueren und kürzeren Formen gefördert und zur Weiterverbreitung wurde außerdem wie im gesamten Wushu ein Graduierungssystem nach japanischem und koreanischem Vorbild eingeführt. Trotzdem hält Huang Kanghui für ein fortgeschrittenes Niveau das Training traditioneller Formen und insbesondere des Tuishou für unabdingbar. |
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