Chinesische Heil- und Entspannungsübungen

Edward C. Chang/Paul Brecher (Hrsg.): Chinesische Heil- und Entspannungsübungen - Taiji und Qigong nach dem offiziellen Handbuch der Volksrepublik China


Im heutigen China ist Qigong auf eine Art Heilgymnastik reduziert worden, wie auch in dieser deutschen Ausgabe des offiziellen Übungshandbuches der Volksrepublik China nur leider allzu deutlich wird. Der spirituelle Hintergrund wird auf einer halben Seite dargestellt und beschränkt sich auf die Erwähnung der drei Einheiten Verstand, Körper und Geist und dass in den Übungen das Fließen von Qi gefördert werden soll. In Anlehnung an die westliche Medizin sind die Kapitel des Buches bestimmten Krankheitsbildern gewidmet, denen Übungen aus verschiedensten Traditionen zugeordnet werden. Der Einsatz der Übungen erfolgt also rein symptomatisch ohne das ganzheitliche Konzept der Traditionellen Chinesischen Medizin. Die Übungen selbst wurden weitgehend auf Gymnastik und Entspannungstraining reduziert.
Dennoch erscheint mir das Buch lesenswert und eine Ergänzung zur gängigen Qigong-Literatur, in der der medizinische Aspekt oft vernachlässigt wird und Kontraindikationen von Übungen wenig Berücksichtigung finden. Für eine stärkere Akzeptanz im medizinischen Bereich sind aber gerade derartige Bewertungen des Qigong von Bedeutung. Auch Qigong-LehrerInnen kann das Buch Anregungen liefern. Die Übungen sind detailliert beschrieben und aufwendig bebildert, wenn auch teilweise sehr populär ausgerichtet. Die Beschreibungen mancher Übungen hätte ich mir exakter gewünscht, leider haben sich auch einige Fehler eingeschlichen. (Elvira Glück)



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Christian Verlag 2001, 256 Seiten



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