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Die Fachzeitschrift für alle Taijiquan- und Qigong-Praktizierenden

Zusammenfassungen
Aktuelle Ausgabe
37 – 3/2009

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Die Ganzheit erhalten
Qigong ist Teil der chinesischen Kultur, nicht der Medizin
Von Foen Tjoeng Lie

Um dem allgemein zu beobachtenden Trend entgegenzutreten, dass Qigong als Teil der chinesischen Medizin angesehen wird, führt Foen Tjoeng Lie verschiedene Argumente auf, die für seine Eigenständigkeit sprechen. Diese ergeben sich aus den verschiedenen Zielsetzungen der einzelnen Qigong-Kategorien, der heutigen Praxis sowie der Tradition und der derzeitigen Ausbildung in der TCM. Dabei geht es nicht darum, die gesundheitsfördernde Wirkung des Qigong infrage zu stellen, sondern vielmehr um die Hervorhebung seiner weiteren Möglichkeiten.

 

Das Ego loslassen
Interview mit Wee Kee Jin
Von Hella Ebel

Wee Kee Jin ist einer der hierzulande bekanntesten Lehrer aus der Tradition nach Zheng Manqing. Als direkter Schüler von Huang Xiangxian lernte er sowohl Taijiquan als auch Baihequan, Weißer Kranich/White Crane Gongfu. Im Interview mit seiner langjährigen Schülerin Hella Ebel sprach er über seinen Weg zum Taijiquan und seine Lehrzeit bei Huang Xiangxian sowie den Entwicklungsprozess, der sich im Laufe der Zeit beim Taiji-Lernen vollzieht.

 

Die Harmonie widerstreitender Kräfte
Wandlungsphase Metall
Von Joachim Stuhlmacher

Aufbauend auf seinem Artikel über die Wandlungsphase »Feuer« in unserer letzten Ausgabe beleuchtet Joachim Stuhlmacher im Folgenden die Wandlungsphase »Metall« und ihre energetischen Auswirkungen auf den Menschen. Dabei steht der Austausch mit dem Kosmos sowohl über die Atmung/Lunge als auch über die Ausscheidung durch den Dickdarm im Mittelpunkt.

 

Wesentliche Kraft entwickeln
Ein biomechanischer Zugang zum Taijiquan
Von Frieder Anders

Einen zentralen Aspekt im Taijiquan bildet die innere Kraft Jin und es taucht immer wieder die Frage auf, wie diese Kraft zu entwickeln ist. Frieder Anders beschreibt die biomechanischen Voraussetzungen, über die Jin nach seiner Auffassung in der Bewegung entstehen kann. Wesentlich sind dabei die aufrechte Körperhaltung sowie die korrekte Verlagerung des Körpergewichts durch ein Bein, die als Gegenkraft zur Schwerkraft die Bodenreaktionskraft hervorruft.

 

Das Qigong-Phänomen
Entstehung, Entwicklung und Rolle innerhalb der staatlichen Politik der VR China
Von David Weis

Auch wenn Qigong auf einer jahrtausendealten Tradition aufbaut, ist es in der heutigen Form und großen Popularität erst in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts entstanden. Seit den 60er Jahren und insbesondere ab den 80er Jahren breiteten sich verschiedene Qigong-Richtungen in vollkommen neuartiger Weise in der VR China aus. David Weis erläutert die Voraussetzungen für diese Bewegung und die Zusammenhänge mit den jeweils herrschenden politischen Rahmenbedingungen, die in der Zeit nach der Kulturrevolution zunächst die Verbreitung des Qigong förderten und ab dem Ende der 90er Jahre zu seiner Einschränkung und zunehmenden Reglementierung führten.

 

Das große Essen
Von Wang Ning

Das Essen steht in der chinesischen Kultur an erster Stelle. Die Schriftzeichen für den Mund, das Essen und essen durchziehen weite Bereiche der Sprache und des Lebens. Gut und reichlich zu essen gilt als Inbegriff von Wohlstand.

 

Jubiläumsfeier 20 Jahre Taijiquan und Qigong Netzwerk
16./17. Mai 2009 in Hamburg (D)

Aus Anlass seines zwanzigjährigen Bestehens veranstaltete das Taijiquan und Qigong Netzwerk Deutschland ein Wochenende mit Workshops, Informationen rund ums Netzwerk, großer Abendvorführung und Podiumsdiskussion. Almut Schmitz, die die Entwicklung des Netzwerks von Anfang an miterlebt hat, freute sich über das Wiedersehen mit vielen WeggefährtInnen.

 

2. Symposium »Medizinisches Qigong für Gesundheitsförderung und Lebenspflege«
9./10. Mai 2009 in Dietfurt a. d. Altmühl (D)

Im Mai veranstaltete die Laoshan Union e. V. zum zweiten Mal ein Symposium, mit dem die Verbreitung und das fachliche Niveau im Bereich des medizinischen Qigong gefördert werden sollten. Neben der Qigong-Praxis sollte es insbesondere einen fachübergreifenden Austausch geben.